Ein europäisches Fotoprojekt zur Coronakrise - 52 Fotografen/innen aus 47 Ländern zeigen Fotos aus allen europäischen Hauptstädten.

A European photo project on the Corona crisis - 52 photographers from 47 countries show photos from all European capitals.

 

#bleiftdoheem: Luxemburgisch für "bleib zuhause": Diese Botschaft scheint bei den Menschen in Luxemburg angekommen zu sein! Das Zentrum von Luxemburg-Stadt ist in der Regel eines der belebtesten Viertel, das sowohl von Einheimischen als auch von Touristen frequentiert wird. Seit die Abriegelung im April 2020 in Kraft trat, sind die einst so belebten Plätze und Parks auf eine unheimliche Weise ruhig. Die Parkplätze sind menschenleer. Der sonst so belebte Hauptbahnhof, den normalerweise täglich Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Menschen passieren, wird derzeit nur von den wenigen Menschen betreten, die auf die Öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen. Kommen doch einmal mehrere Menschen zusammen, so herrscht eine soziale Distanziertheit, die zu langen Warteschlangen vor kleinen und großen Geschäften führt.

Ich habe den Lockdown dazu genutzt, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Das Bild meines Sohnes, der am Gartenzaun steht, und sich schreiend mit den Nachbarskindern unterhält, die zwei Gärten weiter wohnen, prägt für mich die aktuelle Zeit. Die Kinder kennen sich so lange sie sich zurückerinnern können; auf diese Weise halten sie nun täglich ihren Kontakt aufrecht. Auch Geschenke haben sie sich schon geschickt und kurze Videos gedreht, die wir Eltern untereinander ausgetauscht haben. Obwohl sich die Kinder bewusst sind, dass ein Virus Schuld an ihrer räumlichen Trennung hat, scheint ihnen das nicht viel zu bedeuten ... . Kinder passen sich offenbar schnell an neue Situationen an. Trotzdem hoffe ich, dass diese seltsame Zeit bald nur noch eine ferne Erinnerung sein wird ...

#bleiftdoheem: Luxembourgish for “Stay home”: People in Luxembourg seem to have received the message! Luxembourg City’s centre is usually one of its most bustling neighbourhoods visited by locals and tourists alike. As of April 2020, as the lockdown is in effect, the once busy town-squares and parks have been eerily quiet. Parking lots are deserted. The usually so busy central station where hundreds if not thousands of people travel through every day is now only visited by the few people that still rely on public transportation to go to work. In places where people still gather, social distancing is in effect, creating long lines in front of small and large shops alike.

The lockdown for me has been about spending lots of time with my family. For me personally the image of my son is standing at the garden fence and speaking (or rather shouting) to the neighbour’s children living two gardens away is defining of the times we currently live in. They have known each other for as long as they probably remember and have been keeping it touch almost every day like this. They have also sent each other gifts and made short videos that we exchanged between parents. And while they are aware that a virus and an illness is keeping them apart, it probably does not mean much to them… Children adapt quickly to new situations, but hopefully these strange times will only be a distant memory soon…

Christophe van Biesen, 07.05.2020

Christophe van Biesen

Web: christophevanbiesen.com